Wissenswertes.

Prophylaxe

Platzmangel ist die häufigste Ursache, dass Zähne in der Kieferorthopädie entfernt werden.

Die erste kieferorthopädische Prophylaxe im Leben ist die Brustfütterung des Neugeborenen! Das Baby trainiert die funktionellen Bewegungen des Unterkiefers beim „Melken“ der Mutterbrust.

Aus der bei der Geburt bestehenden Rücklage wird die Mandibel nach vor geholt. Dies ist ein wichtiger physiologischer Reiz, der dem Baby nicht vorenthalten werden darf.

Beim Essen sollte das Kind beobachtet werden, ob es nur auf einer Seite kaut oder ob die Kauseiten gewechselt werden. Sollte das Kind nur einseitig kauen, also eine bevorzugte Kauseite haben, ist etwas nicht in Ordnung.

Das Kind muss zur Kontrolle zum Zahnarzt, der die Ursachen feststellt und die nötige Therapie vornimmt. Kleine spezielle Zahnspangen sind hier das mittel der Wahl.

Die Kinder werden zahnärztlich begleitet: Mundhygiene, Karies und Stellung der Zähne sind zu Kontrollieren. Belehrung der Eltern, wie die Mundhygiene eingehalten werden kann. Zu viel Naschwerk schädigt die Zähne!

Mit etwa 6 Jahren sollte das gut funktionierende Milchgebiss starke Abriebflächen aufweisen, der Seitschub sollte rechts und links gleich weit erfolgen.

Durchbruch der bleibenden Zähne wird beobachtet, evtl, geringes selektives Einschleifen, Zahnspangen in Form von kleinen Platten zur Bissüberstellung oder zum Platzschaffen und Weiten der Zahnbögen sind nun ein Thema.

Immer wird das ungehinderte, freie und abwechselnde Seitschwingen des Unterkiefers beim Kauen angestrebt. Planas spricht vom Äquilibrium. Mundhygiene, wenig Süßes aber harte, trockene Nahrungsmittel sind immer wichtig.

Ein Kind, das so begleitet wird, braucht später höchstwahrscheinlich keine festsitzende Zahnspange mehr.